Generationengerechtigkeit

von Elisabeth Michel-Alder

Eindrücklich, das Engagement von J.B. für generationengerechte Pensionskassenregeln. Hut ab. Selbst im Rentenalter, kämpft er gegen die Umverteilung von Kapital von Jüngeren zu Älteren. Und gegen eigenen Nutzen.

Er regt mich an, über den gelegentlich beschworenen Tauschvertrag zwischen den Generationen etwas grundsätzlicher nachzudenken. Wie sind dabei Generationen definiert? Eltern ziehen ihre Kinder gross, ohne im Gegenzug 25 Jahre lang auf Altersbetreuung im Haushalt des Nachwuchses zählen zu dürfen. Gutverdienende Erwerbstätige (meist ü40) finanzieren über Steuern die laufend steigenden Bildungsaufgaben junger Menschen. Prima finde ich das! Der staatliche Aufwand für öffentliche Sicherheit und Ordnung dürfte im Umgang mit Menschen unter 40 deutlich höher ausfallen als für ü60. In subventionierten Pflegeheimen sind ü85 viel zahlreicher als 35Jährige. Man könnte jeden Lebensbereich auf materielle Transfers zwischen Altersgruppen abklopfen. Zu welchen Zweck und Ende eigentlich??

Niemand füllt die Taschen seines letzten Hemdes mit Goldstückli und Wertpapieren. Er oder sie vererbt das Vermögen weiter. Sehr oft an Jüngere. Die innerhalb ihrer Generation wiederum enorm viel ungleiche Verteilung von Lebensgestaltungschancen zu rechtfertigen haben.

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