Riskante Früh-Vergreisung

von Elisabeth Michel-Alder

Wer rastet rostet

Da trudelt die elegante Einladung zu einem Risiko-Dialog in die Mailbox. Es geht um die kaum bezahlbaren Kosten für Renten und Altersversicherung. Also um ein wirtschaftliches Risiko. Mit dem Hinweis, dass eine Umverteilung finanzieller Mittel von der jüngeren hin zur älteren Generation stattfindet.

Ist ja okay. Ergänzend möchte ich das gesellschaftliche Risiko diskutieren, wenn muntere, engagierte Erwerbspersonen frühzeitig zum alten Eisen geschoben und nur noch als Konsumenten (Seniorenmarketing!) wahrgenommen werden. Und mehr als zwanzig Jahre gegen Ende des verlängerten Lebens nur mit Musse und Mousse ausfüllen.

Wer sich nur noch unter Gleichgesinnten und Golden Agers bewegt, schwierige Konflikte meidet, die nächste Softwarelösung beiseite schiebt und bloss erwünschte Lern-Herausforderungen annimmt, der wird in der direkten Demokratie vielleicht zum Risiko, gerade weil er oder sie Zeit haben. Speziell hoch ist das Risiko, den eigenen Pflegeroboter dereinst nicht selbst in Betrieb setzen zu können.

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