IT-Fachkraft und arbeitslos

von Elisabeth Michel-Alder

Verfügbare Kompetenz kunstvoll in formelle Diplome umgiessen

Anhaltend grosser Lärm um den Fachkräftemangel in der Schweiz; Pflegefachleute und IT-Spezialisten stehen zuoberst auf der Vermisstenliste der Personalsuchdienstleister. Zugleich verrät die neueste Arbeitslosenstatistik, dass 3000 IT-Fachleute hierzulande ohne Arbeit sind. Manche davon ü50, viele ohne die heute marktüblichen Bildungsabschlüsse - vielleicht, weil vor 30 Jahren gewisse Lehrgänge nicht existierten. Dass Firmen Mitarbeiter mit Jahrgängen ab 1990 vorziehen und sich Weiterbldungskosten gern sparen,ist bekannt. Merkwürdig aber mutet an, dass keine Fachschule die Schar der 3000 zum Assessment bittet und allenfalls weiterbildet bis zur erneut perfekten Arbeitsmarktreife. Es handelt sich ja um bewährtedigitale Könner und Macherinnen! Mit besten Voraussetzungen für neue hohe Sprünge.

Für verschiedene Berufslehren hat die Eidgenossenschaft eine Validation des Aquis etabliert, also ein Verfahren zur Umwandlung praktischer Fähigkeiten in Abschlusszeugnisse. Wieso nicht in der Boomsparte Informatik?

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