Gangart ändern, bevor man in die Pfütze fällt

von Elisabeth Michel-Alder

Hat man seinen Job verloren, öffnet sich die Tür zu einem vielfältigen Kursangebot. Der Katalog umfasst Spannendes von Persönlichkeitsentwicklung über Informationstechnologie zu Sprachen und Selbstvermarktung. Eher Kurzfutter als stabile Bausteine für einen neuen Laufbahnabschnitt, aber nicht falsch.

Diese Impulse zünden spät. Unseren staatlichen Arbeitsmarkthütern bei Bund und Kantonen sind dringend präventive Projekte ans Herz zu legen. Ausgerichtet auf die Zielgruppe von Fachleuten in digital "gefährdeten Funktionen", etwa bei Banken, im Bürobereich, sind qualifizierende Programme mit Auswegen in verschiedene Richtungen aufzubauen. Die aufgeweckteren der Arbeitskräfte in potentiellen Auslaufjobs halten Ausschau nach solchen Seilbrücken und Rettungsbooten. Und nach Finanzierungsmöglichkeiten für einen nachhaltigen Aufenthalt an der Bildungs-Tankstelle.

Wir leben länger, da ist eine Auszeit jenseits von 40 zur gründlichen Renovation des beruflichen und personalen Ich nur von Vorteil. Wer eine solche Chance - öfter im Ausland - hinter sich hat, ist nachweislich zufriedener, gesünder und motovierter mit 60 als die "Durchdiener".

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