Besser Bildung als BMW

von Elisabeth Michel-Alder

François Höpflinger hat die Daten des Schweizer Haushaltpanels 14 genauer unter die Lupe genommen und belegt jetzt handfest und detailliert, was man im Prinzip weiss: Gut Gebildete (mit Hochschuldiplom) leben und arbeiten sowohl länger wie vergnügter als Personen ohne systematische Ausbildung im Anschluss an die Volksschule. Sie sind mehr als doppelt so häufig erwerbstätig im Alter zwischen 65 und 74. Aber auch fast zweimal so häufig in Freiwilligenarbeit engagiert und damit in soziale Zusammenhänge und Lernprozesse eingebettet. Solide Bildung steht auch in enger Verbindung mit der Fitness von Körper und Seele, konkret mit selteneren depressiven Verstimmungen und Rückenproblemen.

Wie sind solche Unterschiede zu erklären? Der Zugang zu anregender, befriedigender Arbeit spielt eine Rolle. Und die andere oder kleinere Sorgenlast auf dem Buckel. Bestimmt ist die Verfügbarkeit von Ressourcen zur Bewältigung schwieriger Konflikte und Krisen wichtig.

Und die Moral von der Geschicht? Lohnend sind: Förderung von Kindern im Vorschulalter im Hinblick auf erwartbare Schulerfolge. Breite Unterstützung von Jugendlichen beim Umstieg in die Arbeitswelt. Arbeitsplätze, die Weiterlernen herausfordern. Und kluge Bildungsoffensiven für ü45.

 

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